Liebe Radfahrer: Das ist für Euch!
Die kleine Fahrradknigge
Heute hatte ich eine unschöne Begegnung mit einem Biker, der fast in uns hineingeknallt ist und auf meine Bitte, kurz zu warten, nicht reagieren wollte, sondern mit Karacho, knapp an uns vorbei ist und mich mit einem fast 40 Kilo Hund, der lauthals ausser Rand und Band war, zurück liess.
Ich möchte gleich zuvor bemerken, dass es sie gibt, die verantwortungsvollen und rücksichtsvollen Radfahrer. Frauen und Männer, die sich durch Handzeichen mit ihren Mitmenschen verständigen und die sich auch durch z.B. eine Klingel von weitem bemerkbar machen.
Vielen Dank an diese Menschen. Sie machen uns Hundehaltern, unseren Hunden und auch sich selbst das Leben leichter. Und ich möchte heute ein wenig erklären, warum das so ist.
Nicht jeder Hund hatte von Anfang an die Chance, Radfahrende als etwas Gutes zu erleben, vielleicht ist er schon oft erschrocken, vielleicht gab es auch schon einen Unfall, vielleicht hat er einfach noch nie ein flitzendes Fahrrad gesehen, und findet selbiges gruselig. Oder er kann seinem Drang hinterherzujagen, noch nicht widerstehen. Das Miteinander müssen Hunde erst lernen, es ist nicht genetisch verankert 🙂
Kleinen, wie grossen Hunden geht es so und verantwortungsvolle Hundemenschen führen ihre Hunde deswegen einerseits an der Leine, um zu verhindern, dass ihr Hund dem Fahrrad hinterherjagt, den oder die Fahrerin evtl. sogar anspringt und vom Rad holt, oder sonst ein Unglück passiert. Und andererseits trainieren sie auch, Fahrradfahrenden freundlich zu begegnen und auch mit ihrem Hund aus dem Weg zu gehen.
Mit jedem unangenehmen Zwischenfall, bei dem der Hund sich erneut erschrickt und dem Fahrradfahrenden vor Schreck hinterherbellt,
oder auch vor lauter Angst seinen Menschen umreisst, weil er flüchten will, trägst Du als Fahradfahrender dazu bei, das schlechte Bild der Hunde und Menschen, das durch Radfahrende entsteht, zu verstärken.
Lasst uns die Natur rücksichtsvoll gemeinsam geniessen. Lasst uns darauf achten, dass wir einander besser verstehen.
Wenn Du einen Fahrradfahrenden herankommen siehst/hörst
- rufe bitte Deinen Hund zu Dir – auch wenn Dein Hund nichts tut, oder nur Hallo sagen will, möchte nicht jeder Fahrradfahrende begrüsst werden, manche haben auch Angst
- leine Deinen Hund an, ein angeleinter Hund kann Radfahrern Sicherheit vermitteln
- gönne Dir, Deinem Hund und auch dem Radfahrenden Platz. Soviel, wie nötig ist, damit sich Dein Hund nicht bedroht fühlt
- lass den Fahrradfahrenden passieren und belohne Deinen Hund fürs Mitmachen
- grüsse und bedanke Dich, wenn Du Lust hast 🙂

Wenn Du von Weitem einen Menschen mit seinem Hund an der Leine siehst
- drossle bitte Dein Tempo
- mache Dich durch z.B. klingeln bemerkbar
- gib eventuell ein Handzeichen, wo Du lang möchtest
- gib dem Menschen Zeit, seinen Hund zu sich zu holen und Dir auszuweichen
- fahre danach langsam vorbei
- grüsse und bedanke Dich, wenn Du Lust hast 🙂
Ich hoffe, dass diese kleine Fahrradknigge die Runde macht und Erlebnisse, wie unser heutiges, in Zukunft für alle Menschen mit Hund vermieden werden können.
In diesem Sinne:
Viel Spass in der wunderschönen Herbstnatur
wünschen Dir Franziska & Kira
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Dankeschön 🙂
Ich glaube, ich könnte ein ganzes Buch füllen, mit den Eindrücken von diesem Spaziergang, ich beschränke mich auf ein Erlebnis zu Beginn unseres heutigen Ausflugs, das mich nachhaltig beeindruckt hat.
2. Die Dosis machts
Alternativvorschlag (und vielleicht was für den weihnachtlichen Wunschzettel): es gibt bereits einige Hoteliers, die die liebe Not der HundehalterInnen erkannt haben und Spezialpackages für „knallfreies Silvester“ anbieten. Warum also nicht, Schatz und Hund einpacken und sich mal so richtig verwöhnen lassen.
Die Weihnachtsdeko solltest Du ebenfalls auf Deine(n) vierbeinigen Hausgenossen abstimmen. Splitternde Christbaumkugeln, die einem heftigen Schwanzwedeln zu Opfer gefallen sind, sind ebenso gefährlich wie Lametta, das sich, im Übermut verschluckt, um die Darmschlingen wickeln und schlimme Folgen haben kann. Echte Kerzen auf trockenen Tannenzweigen (und rundherum leicht brennbares Geschenkpapier) sind auch so ein Thema: Probier vielleicht mal ein Tischgesteck mit hübscher Kerze – weit genug entfernt von unberechenbaren Hunderuten. Sicher ist sicher! 🙂


